Home > KulturInvest-Kongress > KulturInvest - Kongress 2010 > Kultur und Wirtschaft werden Freunde

Kultur und Wirtschaft werden Freunde

KulturInvest 2010

Internationaler Kongress für Kulturmanagement, -marketing und -investment

Ihr Branchentreff in Berlin
am 28. und 29. Oktober 2010
Ort: Verlagsräume des Tagesspiegel am Askanischen Platz

kulturInvest Kongress 2011 Seine ideale Umgebung fand der KulturInvest-Kongress in den neuen Räumlichkeiten des Tagesspiegels. Denn „der Tagesspiegel ist ein Kulturgut und auch die Kultur ist gut für den Tagesspiegel“, verdeutlichte Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff. 380 Kulturbegeisterte erfuhren am zweitätigen Kongress in fast 60 Vorträgen Wege und Beispiele einer gelungenen Beziehung zwischen Kultur und Wirtschaft und was man vom Sport noch lernen kann.

Das Projekt RUHR.2010 und die Deutsche Bahn sind die Beziehung Kultur-Wirtschaft eingegangen und verrieten am KulturInvest-Kongress ihr Erfolgsrezept. „Sponsoring ist etwas Kontinuierliches. Da springt man nicht am einen Tag rein und am anderen wieder raus“, veranschaulichte Gabriele Handel-Jung von der Deutschen Bahn. Ziel des DB-Engagements bei RUHR.2010 sei es, die Verbundenheit mit der Region zu demonstrieren. „Wir konzentrieren uns auf wenige Sponsoringaktionen und möchten diese vernetzen. Wir kooperieren neben RUHR.2010 auch mit der ‚Stiftung Lesen‘. Also riefen wir im Ruhrgebiet die Aktion ‚Tausch (d)ein Buch‘ ins Leben und schafften so wieder die Verknüpfung unserer Aktivitäten“. Das Projekt RUHR.2010 konnte mit dem starken Partner Deutsche Bahn einiges bewirken. Laut Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer von RUHR.2010, habe sich das Ruhrgebiet im Rahmen des Engagements rund um die Kulturhauptstadt 2010 von der Montanunion zur Metropole Ruhr gewandelt und schreibe sich die Weiterentwicklung zur Energiemetropole mit neuen Wegen auf die Fahnen. Verändert hat sich auch die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Heimat. „Die Leute sind stolz, im Ruhrpott zu Hause zu sein. Ganz nach Frank Goosens Liebeserklärung an das Ruhrgebiet ‚Woanders ist auch scheiße!‘“.

kig-2011-02

Kulturmarke des Jahres 2010

Dass die RUHR.2010 GmbH alles richtig gemacht hat, bestätigte sich an der Kulturmarken-Gala am Abend des ersten Kongresstages. Im Rahmen der ausverkauften Gala wurden fünf Preise an die Stadtmarke, den Kulturmanager, den Kulturinvestor, die Trendmarke sowie die Kulturmarke des Jahres vergeben. RUHR.2010 gewann in der Königsdisziplin den Titel der ‚Kulturmarke des Jahres 2010‘ und feierte damit Richtung Ende des Jahres als Kulturhauptstadt ein weiteres Highlight.

kig-2011-01

„Kultur darf keine Cliquenwirtschaft sein“

Dass die Wirtschaft und die damit verbundene Kommerzialisierung nicht der Feind der Kultur sein muss, bekräftigte auch Prof. Dr. Madeja. „Ein gutes Leistungsangebot ist ohne Finanzierung nicht möglich. Solange die Arroganz in der Kultur nicht aufhört und man sich vehement gegen die Kommerzialisierung sträubt, haben wir ein Problem.“ Kultur sei ein Allgemeingut und dürfe daher keine Cliquenwirtschaft sein. Ein großes Potential sieht Prof. Dr. Madeja in der Verbindung von Sport und Kultur. „Es gibt nicht den ‚Homokulturus‘ und auch nicht den ‚Homosportus‘. Nahezu 100 Prozent der Gesamtbevölkerung sind sport- und/oder kulturaffin.“ Damit stellten Kultur und Sport die größte homogene Zielgruppe und ein Zusammenspiel sei ohne Zweifel erfolgsversprechend.

Der Kultur fehlt Kreativität

Wie „unanstrengend“ und „unlangweilig“ Kultur sein kann, zeigte Milena Ivkovic. In Ihrem Beitrag „E – wie Emotion“ präsentierte die Direktorin Marketing und Kommunikation der Philharmoniker Hamburg neue Maßstäbe in der Kulturkommunikation. Ihr Werbespot „Musik im Blut“ begeisterte die Teilnehmer des Forums. „Ich vermisse Kreativität in der Kultur! Wir haben so tolle Inhalte. Warum nicht damit werben? Es geht um Mut und Gefühle, nicht um wer, was, wann“, appellierte Ivkovic. Der Kunde kaufe mit einer Konzertkarte eine Reise. Diese beginne bei der Werbung und ende mit dem Applaus nach dem Konzert. „Der Vortrag hat mich sehr beeindruckt“, so Lea Duckwitz vom Team RUHR.2010. „Die Themen sind so vielfältig, dass man sich kaum zwischen den Foren entscheiden kann.“

„Oper für alle“ als Bürgerrecht

kit_smDie Verbindung von Wirtschaft und Kultur verstanden hat die BMW Group. Mit den Events „Staatsoper für alle“ in Berlin und „Oper für alle“ in München begeistern die Veranstalter ein Massenpublikum. Oper als Open-Air-Konzert mit freiem Eintritt und Bier statt Schampus – das Konzept funktioniert und nimmt den Bürgern die Hemmschwelle vor der Hochkultur. „Es ist eben nicht so, dass die Qualität unter diesen Bedingungen leidet“, widerspricht Thomas Girst von BMW den Kritikern. Trotz des Picknick-Charakters sei das Publikum unglaublich aufmerksam. „In den kurzen Pausen, in denen keiner singt und kein Instrument spielt, könnte man eine Nadel fallen hören“, verdeutlicht Girst. So kann das Zusammenspiel von Wirtschaft und Kultur also funktionieren. Laut Girst seien die Unternehmen sogar verpflichtet, die Kultur zu fördern: „Die Unternehmen müssen sich kulturell engagieren, es kann nicht alles dem Staat überlassen werden.“ Welchen kulturellen Wert die BMW Group mit ihren Veranstaltungen geschaffen hat, verdeutlicht Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der die „Oper für alle“ als Bürgerrecht ausrief.

Zeit zum Networken

Der KulturInvest-Kongress ließ also tiefe Einblicke in die „Kulturwirtschaft“ zu und motivierte zum Ausprobieren. Tina Heine, Geschäftsführerin von ELBJAZZ Hamburg, sah den eigentlichen Vorzug des Kongresses dennoch woanders. „Mich begeistert das Austauschpotential des Kongresses. Die Themen sind vielseitig und interessant. Aber das Highlight ist für mich die Begegnung zwischen und nach den Vorträgen und der Raum für Networking. Ich glaube, das ist für viele der Motor, in Zukunft etwas zu bewegen.“

Die zweite Auflage des Kulturevents war ein voller Erfolg. „Der KulturInvest-Kongress ist eine essentielle Plattform für den intensiven Austausch Kulturschaffender aller Sparten. Wer hier nichts Neues lernt oder Kontakte knüpft, der war schlichtweg nicht mit dabei“, so Thomas Girst von BMW.

Anzeige

Banner

Partner

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Medienpartner

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Copyright © 2012 Kulturmarken® - Das Branchen-Portal für Kulturmarketing und Kultursponsoring. Alle Rechte vorbehalten.
Beratung und Vermittlung Kulturmarken Award 2010 KulturInvest Kongress 2010 Kulturmarken Jahrbuch 2010 Kulturmarken Gala 2009