

Seine ideale Umgebung fand der KulturInvest-Kongress in den neuen Räumlichkeiten des Tagesspiegels. Denn „der Tagesspiegel ist ein Kulturgut und auch die Kultur ist gut für den Tagesspiegel“, verdeutlichte Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff. 380 Kulturbegeisterte erfuhren am zweitätigen Kongress in fast 60 Vorträgen Wege und Beispiele einer gelungenen Beziehung zwischen Kultur und Wirtschaft und was man vom Sport noch lernen kann.
Das Projekt RUHR.2010 und die Deutsche Bahn sind die Beziehung Kultur-Wirtschaft eingegangen und verrieten am KulturInvest-Kongress ihr Erfolgsrezept. „Sponsoring ist etwas Kontinuierliches. Da springt man nicht am einen Tag rein und am anderen wieder raus“, veranschaulichte Gabriele Handel-Jung von der Deutschen Bahn. Ziel des DB-Engagements bei RUHR.2010 sei es, die Verbundenheit mit der Region zu demonstrieren. „Wir konzentrieren uns auf wenige Sponsoringaktionen und möchten diese vernetzen. Wir kooperieren neben RUHR.2010 auch mit der ‚Stiftung Lesen‘. Also riefen wir im Ruhrgebiet die Aktion ‚Tausch (d)ein Buch‘ ins Leben und schafften so wieder die Verknüpfung unserer Aktivitäten“. Das Projekt RUHR.2010 konnte mit dem starken Partner Deutsche Bahn einiges bewirken. Laut Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer von RUHR.2010, habe sich das Ruhrgebiet im Rahmen des Engagements rund um die Kulturhauptstadt 2010 von der Montanunion zur Metropole Ruhr gewandelt und schreibe sich die Weiterentwicklung zur Energiemetropole mit neuen Wegen auf die Fahnen. Verändert hat sich auch die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Heimat. „Die Leute sind stolz, im Ruhrpott zu Hause zu sein. Ganz nach Frank Goosens Liebeserklärung an das Ruhrgebiet ‚Woanders ist auch scheiße!‘“.
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