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Kulturmanager des Jahres 2012

stieringer_klaus_220Klaus Stieringer (Geschäftsführer Stadtmarketing Bamberg)

Klaus Stieringers erfolgreichem Stadtmarketing ist es zu verdanken, dass Bamberg seit 2003 weit über die regionalen Grenzen hinaus als Kulturstadt bekannt wurde und mittlerweile eine Vorbildfunktion im Bereich Stadtmarketing/Kulturtourismus einnimmt. Es ist Klaus Stieringers großer Verdienst, Kulturveranstaltungen wie "Bamberg zaubert" und das "Blues & Jazz Festival" für mehr als eine Viertel Millionen Menschen zu organisieren ohne dabei den kommunalen Haushalt zu belasten. Jurybegründung: "Ausgezeichnet wird Klaus Stieringer für seine engagierte und nachhaltige Kulturvermittlung, sein netzwerkorientiertes Handeln und seine starke Kommunikationsfähigkeit." Anlässlich seiner Auszeichnung hat Klaus Stieringer die 30 Fragen an den Kulturmanager des Jahres beantwortet.

30 Fragen an den Kulturmanager des Jahres Klaus Stieringer
(Geschäftsführer Stadtmarketing Bamberg)

1.) Alter? 43

2.) Welche Ausbildung haben Sie?
Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann am Bankverein Bremen und dem Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, folgte noch eine Ausbildung zum Senior Financial Consultant der MLP AG an der Corporate University

3.) Beschreiben Sie kurz Ihren Berufsweg
Nach den Lehrjahren mit Ausbildung und Studium, habe ich 2003 die Geschäftsführung vom Stadtmarketing Bamberg übernommen. Seit 2009 Präsident des Berufsverbandes City- und Stadtmarketing Bayern (AKCS), Fraktionsvorsitzender der FDP/BR-Fraktion im Stadtrat und Verwaltungsrat der Sparkasse Bamberg.

4.) Ihr Einstieg ins Kulturmanagement?
Durch die Übernahme der Geschäftsführung vom Stadtmarketing Bamberg 2003 und die Leitung der bestehenden Kulturmarke „Internationales Straßen- und Varietèfestival Bamberg Zaubert, sowie durch die Gründung von Deutschlands großem eintrittsfreien TUCHER Blues- & Jazzfestival in Bamberg.

5.) Mit welchen Berufsbildern haben Sie täglich zu tun?
Bühnenkünstlern, Straßenkünstlern, Musikern, Verwaltungsmitarbeitern,. Politikern, Lobbisten, Agenturen, Studenten, Lebenskünstlern, Gastronomen, Hoteliers, Mitarbeiter mit unterschiedlichsten Ausbildungen, Unternehmern, Menschen

6.) Welche Aufgaben nehmen Sie als Geschäftsführer der Stadtmarketinggesellschaft Bamberg wahr?
Kaufmännische Leitung der Kulturmarken Bamberg zaubert, TUCHER Blues- & Jazzfestival, sowie die Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Das Stadtmarketing hat die Aufgabe den Wirtschaftsraum Bamberg durch geeignete Veranstaltungen und attraktive Servicemaßnahmen zu fördern. Für unsere Ideen wurden wir mehrfach Ausgezeichnet und genießen mittlerweile bundesweite Vorbildfunktion. 

7.) Was sind Ihre besonderen Stärken?
Zielstrebigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Teamgeist, Beharrlichkeit und Gestaltungswillen, Ausgeglichenheit

8.) Was gefällt Ihnen an sich besonders?
Die Fähigkeit andere Menschen für meine Ziele, Motive und Inhalte zu begeistern und auch in kritischen Situationen das eigentliche Ziel unserer Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren und dabei trotz Gegenwind die notwendige Ruhe zu behalten, um Fehler zu vermeiden.

9.) Welchen anderen Beruf hätten Sie gern erlernt?
Ich liebe meinen Beruf – Wenn ich mal alt bin, werde ich aber vielleicht noch mal Feuerwehrmann oder Astronaut. Aber wer will schon alt werden?

10.) Was ist Ihre größte Schwäche?
Um es mit Molière zu sagen: Meine größte Schwäche ist es, dass ich offen spreche. Manchmal zu offen. Außerdem bin ich wohl gegenüber meinem Sohn oft viel zu nachgiebig – sagt zumindest seine Mutter :-)

11.) Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Manchmal möchte ich Gedanken lesen können … grundsätzlich bin ich aber mit den bestehenden Potentialen zufrieden. Das Gedankenschnelle fliegen erscheint mir als eine sinnvolle Ergänzung der bestenden Konstruktion Mensch.

12.) Ihre Lebensweisheit?
Sapere aude! Vielleicht weniger eine Lebensweisheit, als ein kritischer Denkansatz.

13.) Wenn Sie etwas ändern könnten, was wäre das?
Global würde ich die Ressourcen unserer Welt gerechter verteilen. In Deutschland mehr Platz für Individualität schaffen und in Bamberg ein paar neue Partner für unsere Kulturmarken gewinnen.

14.) Was schätzen Sie bei Freunden am meisten?
Das es meine Freunde sind und sie mich auch nach vielen Jahren immer noch ertragen – teilweise sogar mögen :-) Ich schätze an Ihnen, dass sie sich Zeit wenn es nicht passt, zuhören, wenn es laut ist und teilen wenn man alleine ist.  

15.) Worauf sind Sie am meisten stolz?
Auf meinen Sohn, meine Familie, Freunde und mein Team. Es gibt so vieles auf das ich stolz sein darf. Also bin ich es auch.

16.) Musikgeschmack?
Von Rock über Blues bis Klassik. Die Stimmung entscheidet über meinen Geschmack.

17.) Ihr Lieblingsmärchen?
Peter Pan – der Junge der niemals alt werden wollte.

18.) Für welchen Maler würden Sie viel Geld ausgeben?
Die Bilder meines Sohnes sind unbezahlbar und die Bilder der Anderen sprengen sogar den Rahmen der Mastercard. Ich würde auch nicht für einen Maler Geld ausgeben, nur für das Bild. Wer es gemalt hat, erscheint mir unbedeutend.

19.) Wo hätten Sie Ihren Zweitwohnsitz?
Ich bin Bremer und vermisse oft das Wasser. Es muss eine Stadt der Gegensätze sein. Ruhe und pulsierendes Leben. Moderne Quartiere und historische Viertel. Anspruchsvolle Hochkultur und lebendige Veranstaltungskultur. Barcelona fällt mir spontan dabei ein. 

20.) Was können Sie besonders gut kochen?
Die entscheidende Frage ist doch, ob ich überhaupt kochen kann. Ich persönlich sage ja! Alle anderen sagen nein. Aber mein Hawaii-Toast erfährt zumindest die Anerkennung meines Sohnes. 

21.) Loben Sie drei Bücher:
Die Möwe Jonathan von Richard Bach
Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams
Ein Nordlicht in Athen. Geht der Sirtaki links herum von Dinah Stieringer

22.) Ihr Lieblingsschauspieler?
Bernhard-Viktor Christoph Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, noch kürzer: Loriot! (natürlich mit Evelyn Hamann)

23.) Ihre Lieblingsschauspielerin?
Meryl Streep

24.) Ihre Lieblingsfilme?
Don Camillo und Peppone, Loriot

25.) Ihre Lieblingsfigur in der Geschichte?
In der Vergangenheit Mahatma Gandhi und in der Gegenwart der Dalai Lama

26.) Ihre Lieblingsmelodie?
Monty Python - Always Look on the Bright Side of Life

27.) Treiben Sie Sport?
Zu selten. Dank meiner Hundedame Merle (Border Collie) werde ich allerdings selten gefragt, sondern regelmäßig – insbesondere bei schlechtem Wetter – an der Leine mitgenommen. Ansonsten: Fitness und Tennis.

28.) Ihre Lieblingsmetropolen?
Bamberg, Bremen, Hamburg, Barcelona, San Francisco, Tallin, Rom, St. Petersburg

29.) Was war Ihr größtes Abenteuer?
Das Marlboro Abenteuer Team, die Ausbildung zum Kosmonauten im russischen Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum bei Moskau und das Leben als Citymanager in Bamberg!

30.) Was möchten Sie unbedingt noch erleben?
Diesen einen Moment, in dem man sich entspannt, gesund und glücklich zurücklehnt und weiß, dass alles richtig war. Alternativ wäre zumindest der Gewinn der Champions League durch Werder Bremen oder der Gewinn der Euroleague durch die Brose Baskets Bamberg eine Möglichkeit!

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