
Steven Walter (PODIUM Festival Esslingen)
Mit gerade einmal 25 Jahren wurde der Initiator und künstlerischer Leiter des PODIUM – Junges Europäisches Musikfestival Esslingen Steven Walter für das Festivalkonzept mit einer der begehrten ECHO-Trophäen geehrt. Steven Walter steht jedoch nicht nur als junger Kulturmanager im Rampenlicht, der ausgebildete Cellist trat bereits auf mehreren Festivals im In- und Ausland auf die Bühne. Seit 2009 ist er Mitglied des International Mahler Orchestra und der Badischen Kammerphilharmonie. Was Steven Walter auf die 30 Fragen an den Kulturmanager des Monats geantwortet hat, lesen Sie hier.
30 Fragen an die Kulturmanager des Monats September Steven Walter
1.) Alter: 25 Jahre
2.) Welche Ausbildung haben Sie?
Violoncello in Oslo und Detmold; Fernstudium Kulturmanagement in Hamburg; und vor allem autodidaktisches „learning by doing“
3.) Beschreiben Sie kurz Ihren Berufsweg
Habe noch keinen Berufsweg hinter mir, wohl aber einen Berufungsweg: wunderbare musikalische und ästhetische Erziehung als Schüler von Ekkehard Hessenbruch an der Freien Musikschule Engelberg / intensive Auseinandersetzung mit Musik und Violoncello an der Barrat-Due Institute of Music in Oslo bei Björn Solum und an der HfM Detmold bei Xenia Jankovic / Begeisterung für das Veranstalten und Organisieren von Musik entfacht mit und von zahlreichen Mentoren, Freunden und Kollegen / und schließlich die Gründung des PODIUM Festival Esslingen und die Zusammenarbeit mit einem wunderbaren Team
4.) Ihr Einstieg ins Kulturmanagement?
Die Welt MUSS musikalisiert werden. Und dafür – das wurde schnell klar – sind sicher einige Managementfähigkeiten hilfreich.
5.) Mit welchen Berufsbildern haben Sie täglich zu tun?
Wenn es gut läuft habe ich weniger mit Berufsbilder, als einfach mit wunderbaren Menschen zu tun: Musikermenschen, Managermenschen, Kreativmenschen
6.) Welche Aufgaben nehmen Sie beim Podium Festival wahr?
Programm-Macher, Ideengeber, Musiker, Community-Manager und immer wieder auch eierlegende Wollmilchsau
7.) Was sind Ihre besonderen Stärken?
Frustrationstoleranz, Beharrlichkeit, Möglichkeitssinn
8.) Was gefällt Ihnen an sich besonders?
…dass ich mir nicht allzu gut gefalle und mich nicht zu ernst nehme.
9.) Welchen anderen Beruf hätten Sie gern erlernt?
Weder Pilot noch Astronaut – sondern genau den, den ich mache!
10.) Was ist Ihre größte Schwäche?
Kaffee und Penetranz
11.) Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Fotographisches Gedächtnis
12.) Ihre Lebensweisheit?
Geklaut von Kurt Marti: „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?“
13.) Wenn Sie etwas ändern könnten, was wäre das?
Das überhandnehmende Denken in Kategorien. Alles ist doch vernetzt und interdependent: Kultur, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft, Philosophie undsoweiter
14.) Was schätzen Sie bei Freunden am meisten?
Aufrichtigkeit und Begeisterungsfähigkeit
15.) Worauf sind Sie am meisten stolz?
Die Lektion gelernt zu haben: das Leben ist vollkommen gestaltbar!
16.) Musikgeschmack?
Von Monteverdi bis Xenakis – also „klassisch“ (ich bin auf der Suche nach einem neuen Begriff für das so unzutreffende Generalbegriff „Klassik“ – hat jemand eine Idee?)
17.) Ihr Lieblingsmärchen?
„The Sneetches“ von Dr. Seuss
18.) Für welchen Maler würden Sie viel Geld ausgeben?
Edward Munch
19.) Wo hätten Sie Ihren Zweitwohnsitz?
Auf den Färöer Inseln
20.) Was können Sie besonders gut kochen?
Das Gericht muss noch ge-(oder er-)funden werden
21.) Loben Sie drei Bücher:
Siri Hustvedt, „What I loved“; Thomas Mann, „Buddenbrooks“; Robert Schneider, „Schlafes Bruder“
22.) Ihr Lieblingsschauspieler?
Edward Norton
23.) Ihre Lieblingsschauspielerin?
Kate Winslet
24.) Ihre Lieblingsfilme?
„The Shawshank Redemption“, „Nach der Hochzeit“, „Das weiße Band“
25.) Ihre Lieblingsfigur in der Geschichte?
Franz Schubert
26.) Ihre Lieblingsmelodie?
Franz Schubert, Streichquintett C-Dur, 2. Satz Mittelteil (f-moll)
27.) Treiben Sie Sport?
Fußball, Tischtennis und Joggen. Leider zu selten…
28.) Ihre Lieblingsmetropolen?
New York City und Berlin
29.) Was war Ihr größtes Abenteuer?
Vor wenigen Wochen mittendrin im Hurricane „Irene“ in den USA
30.) Was möchten Sie unbedingt noch erleben?
Das PODIUM Festival als veranstalterisches Prinzip – verwirklicht in Projekten auf der ganzen Welt.
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