
Sie sind einer der gefragtesten Klangkörper Deutschlands, 170 Spitzennachwuchsmusiker spielen in den großen Konzertsälen unter weltbekannten Dirigenten wie Roger Norrington und Daniel Barenboim. Die Junge Deutsche Philharmonie macht ihrem Namen alle Ehre – sie ist jung und vor allem Web2.0 versiert. Wie kein anderes Orchester, nutzt die Junge Deutsche Philharmonie das Internet auf eigenen Kanälen: bei vimeo und youtube laufen Video-Casts und die Fangemeinde bei facebook wächst.
In der niederländischen Stadt Groningen wurde 1994 das „Groninger Museum“ in einem Neubau wiedereröffnet. Mit dem Museumsneubau, zentral gelegen gegenüber dem Hauptbahnhof, hatte das Museum die Chance sich neu zu positionieren und sich dem Publikum mit einem neuen Erscheinungsbild zu präsentieren. Nach einem Entwurf des Architekten und Designers Alessandro Mendini wurde das Gebäude verwirklicht und mit außergewöhnlichen Ausstellungsflächen verschiedener Gastarchitekten versehen. Das Design des Gebäudes mit dem zentralen goldenen Turm wurde schnell zum Markenzeichen des Museums.
Unter der Leitung des Museumsdirektors Kees van Twist hat sich das Groninger Museum über die letzten Jahre als unkonventionelles, modernes Museum profiliert und sich kulturell-unternehmerisch aufgestellt. Von viktorianischer Kunst mit der Ausstellung „J.W.Waterhouse“ bis hin zum „Deutschen Expressionismus 1905 – 1913“ zeigt das Museum eine Vielfalt von publikumswirksamen Ausstellungen. Darüber hinaus bietet das Museum aber auch jungen, regionalen Künstlern die Möglichkeit ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.
Mit beinahe 4.000 erhaltenen Baudenkmälern und einer gotisch, renaissancezeitlich und barock geprägten Altstadt weist Görlitz eines der besterhaltensten historischen Stadtbilder Deutschlands auf. Seit 1990 bemüht sich die ostdeutsche Stadt um den Erhalt und die Sanierung der Bauten und Denkmäler, ein maßgeblicher Teil der Finanzierung läuft über die „Altstadtmillion“. Seit 1995 lässt ein anonymer Spender der Stadt Görlitz jährlich 511.500 Euro zukommen – vor der Währungsumstellung genau 1 Million DM. Mehr als 500 Objekte profitierten bereits von der Großzügigkeit des Spenders, weitere sollen folgen. Vorausgesetzt die Anonymität des Gönners bleibt gewahrt.
Causales sprach mit dem Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick über den namenlosen Geldsegen.

Als eines der weltgrößten Areale für zeitgenössische Kunst und Kultur zieht das MuseumsQuartier Wien (MQ) jährlich mehr als 3,6 Millionen Besucher in das Kulturviertel inmitten der österreichischen Hauptstadt. Die Kommunikationsstrategie zielte von Anfang an darauf ab, die Vielschichtigkeit des Standortes als Ganzes zu bewerben und mit einem klaren eigenen Image zu positionieren. Im Jahr 2009 gehörte das MuseumsQuartier Wien zu den fünf Nominierten in der Kategorie Kulturmarke des Jahres im Rahmen des Kulturmarken-Awards.
Anne Tischer von der Agentur Causales sprach mit Dr. Wolfgang Waldner vom MQ über den Imageaufbau in der Kultur.

Die Migros ist nicht nur der größte Einzelhändler und private Arbeitgeber der Schweiz, sondern auch einer der namhaftesten privater Förderer in den Bereichen Kultur Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft. Geregelt ist dieses Engagement der Migros in der wohl einzigartigen Form des „Kulturprozent“, das in den Statuten des Migros-Genossenschafts-Bundes verankert ist und diesen sowie die einzelnen Genossenschaften auf die Unterstützung von Kultur und Gesellschaft verpflichtet. Das von dem Migros-Begründer Gottlieb Duttweiler initiierte „Kulturprozent“ wird auf der Grundlage des Umsatzes berechnet und ist neben dem kommerziellen Erfolg gleichberechtigtes Unternehmensziel des Schweizer Einzelhändlers. Mit dem Migros-Kulturprozent soll der breiten Bevölkerung der Zugang zu Bildung, kulturellen und sozialen Angeboten ermöglicht werden.
In diesem Sinne engagiert sich die Migros seit mehr als 50 Jahren über Institutionen, Projekte und Aktivitäten – im Jahr 2009 mit über 114 Millionen Schweizer Franken. Hedy Graber ist verantwortlich für den Teilbereich Kultur und Soziales des Migros-Kulturprozent.

Ob beim Public Viewing auf der Museumsmeile oder ganz traditionsbewusst in der Beethovenhalle – knapp 45.000 Menschen besuchten 2009 das Beethovenfest Bonn. Wo viele Festbesucher sind, profitieren naturgemäß auch der Einzelhandel, die Gastronomen und Hoteliers. Erstmalig wurde im Juni dieses Jahres eine Studie zur Wirtschaftlichkeit des Beethovenfestes Bonn veröffentlicht.
Kristin Just von der Agentur Causales sprach mit dem Kaufmännischen Direktor Helmut Pojunke über die wirtschaftlichen Effekte des Beethovenfestes und die Bedeutung von Kultur für den Standort Bonn.
Weiterlesen: Umwegrentabilität der Internationalen Beethovenfeste

Eva Nieuweboer und Hans-Conrad Walter (Agentur Causales) sprachen mit Klaus Wowereit über die Kulturfinanzierung in Berlin
Im September 2006 wurde die rot-rote Landesregierung in Berlin wiedergewählt. Im Zuge der Regierungsbildung wurde die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur neu strukturiert und das Ressort Kultur in die Senatskanzlei ausgegliedert bzw. überführt. Seitdem zeichnet sich der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, verantwortlich für die Kultur. Administrativ wird das Amt durch den ehemaligen Chef der Staatskanzlei, André Schmitz, als Kulturstaatssekretär geführt.
Interview Frau Prof. Dr. Monika Grütters, MdB zum Thema Investments in Kultur
Kulturelle Einrichtungen in Deutschland finanzieren sich zu 95% über staatliche Investitionen. Der Bund, die Länder und die Kommunen stellen jährlich rund 8 Mrd. Euro für die Kultur bereit. Kristin Just von der Agentur Causales sprach mit der Ausschussvorsitzenden für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, Frau Prof. Dr. Monika Grütters, über die Anreize für Unternehmen in Kultur zu investieren.
Interview über Ethno-Marketing mit Eva Nieuweboer geb. Neumann, geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur Causales aus Berlin
Wir werden älter, bunter und weniger. Gerade Kultureinrichtungen müssen sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen und die Bedürfnisse von wachsenden Zielgruppen in ihre Produkt- und Markenkommunikation einbeziehen. Eva Nieuweboer ist geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur Causales und hat innerhalb ihres berufsbegleitenden Studiums an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) ihre Masterarbeit zum Thema Ethnomarketing verfasst.
Das Gespräch führte Veronika Schuster,
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Mit gerade 31 Jahren wurde Gerhard Feigl zum Geschäftsführer der ZEIT Kunstverlag GmbH, zu dem DIE WELTKUNST, KUNST und Auktionen, KÜNSTLER und AUKTIONSPREISE gehören. Seine Karriere im Verlagswesen startete bei Hubert Burda Medien. Als stellvertretender Vertriebsleiter für Playboy und die Focus-Gruppe und bald Objektleiter für die Verlagsgruppe Milchstraße führte er die Programmzeitschriften "TV Schlau und TV Today Digital“ mit auf den Markt. Jüngst schloss er mit seinem Team den Relaunch von DIE WELTKUNST ab. Kultur und Wirtschaft im weitesten Sinne einen sich in dem Kunstmagazin weit über Beiträge zu Kunstmessen, spannende Auktionen und aktuelle Ausstellungen hinaus. Besonders als junger Verlagsleiter und Geschäftsführer eines Printprodukts sieht sich Feigl den Herausforderungen auch eines Kulturmanagers gegenüber. Bei der Erstellung der Zeitschrift müssen künstlerische Aspekte und wirtschaftliche Interessen abgewogen und verbunden werden. Sara Schlimmer von der Agentur Causales hat Gerhard Feigl in München getroffen. Seite 1 von 5