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Kulturkreis der deutschen Wirtschaft

Das Kunstfenster des Kulturkreises im Haus der Deutschen Wirtschaft Foto: Roman MärzUnternehmen mit Kultur

Kulturkreis der deutschen WirtschaftIn der Breiten Straße 29 in Berlin befinden sich die wichtigsten Interessensvertretungen der deutschen Wirtschaft. Hier arbeiten seit 1999 der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitergeberverbände (BDA) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einem gemeinsamen Gebäude, dem Haus der Deutschen Wirtschaft. Wer sich ihm nähert, wird allerdings nicht zuerst die Logos der drei großen Dachverbände, sondern eine bunte Neonröhreninstallation des Künstlers Takehito Koganezawa wahrnehmen, die die Symmetrik der Glasfassade des BDI durchbricht. Vor allem abends, wenn in den meisten Büros die Lichter ausgegangen sind, strahlt das Kunstfenster in die Dunkelheit. Ein eigenständiger Bestandteil und doch mit dem großen Ganzen verwoben, steht es stellvertretend für die Beziehung von Wirtschaft und Kultur.

Kompetenzzentrum für unternehmerische Kulturförderung

Kulturkreis der deutschen WirtschaftDas Kunstfenster ist der Ausstellungsraum des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, eine der traditionsreichsten Institutionen für unternehmerische Kulturförderung in Deutschland. Mehr als 400 Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten tragen diesen Verein, der Künstler mäzenatisch fördert, seine Mitglieder berät und Kulturpolitik betreibt. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft versteht sich als ein Kompetenzzentrum für unternehmerische Kulturförderung in all ihren Ausprägungen – Spenden, Stiftungen, Sponsoring, Corporate Citizenship, Public Private Partnerships – und ist überregionaler und unabhängiger Ort des Dialogs zwischen Kultur und Wirtschaft in Deutschland.

Förderung: Der Kulturkreis als Vierspartentheater

Originäre Aufgabe des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ist die mäzenatische Förderung junger Künstler. Die Förderung ist in vier Gremien (Bildende Kunst, Musik, Architektur und Literatur) organisiert, denen unter der Leitung bekannter Unternehmerpersönlichkeiten Fachjuroren und Mitglieder des Kulturkreises angehören. Das Gremium Bildende Kunst vergibt einmal im Jahr den „ars viva“-Preis. Herausragende musikalische Talente werden jährlich vom Gremium Musik in einem Wettbewerb ermittelt und mit dem Musikpreis des Kulturkreises prämiert. Das Gremium Literatur verleiht den Literaturpreis und den Dramatikerpreis. Neben der unmittelbaren Autorenförderung initiiert der Kulturkreis umfangreiche Übersetzungsprojekte. Das Gremium Architektur diskutiert in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen aktuelle Themen der Architektur und des Städtebaus und zeichnet herausragende Entwürfe mit dem Architekturpreis des Kulturkreises aus. Mehrmals im Jahr präsentiert der Kulturkreis zudem wie ein Vierspartentheater die Arbeit der geförderten Künstler und seiner Gremien in Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, Diskussionsforen und auf seiner dreitägigen Jahrestagung. Veranstaltungen, die der Arbeit des Kulturkreises ein Gesicht geben und seinen Mitgliedsunternehmen ein Forum des Austausches mit den geförderten Künstlern und untereinander bieten.

Beratung: Der Kulturkreis als Impulsgeber

Kulturkreis der deutschen WirtschaftDer Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert nicht nur Kultur, sondern berät in drei Arbeitskreisen Unternehmen in allen Fragen der unternehmerischen Kulturförderung. So bietet er mit seinem Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) ein Forum für im Kultursponsoring engagierte Unternehmen. Ziel ist es, diese zu vernetzen, einen branchenübergreifenden Austausch zu ermöglichen, Erfahrungen zu bündeln, durch Fortbildungsangebote zur Professionalisierung des Kultursponsorings beizutragen sowie gemeinsam für offene, faire Sponsoringbeziehungen zwischen Kultur und Wirtschaft einzutreten. Der Arbeitskreis Kulturelle Bildung (AKB) des Kulturkreises vergibt seit 2004 das Bronnbacher Stipendium, das künftigen Führungskräften kulturelle Kompetenz vermittelt. Herausragende Studierende aller Fachrichtungen haben die Möglichkeit, in Workshops mit Künstlern und Kuratoren die Kunst der Gegenwart und künstlerische Prozesse kennen zu lernen.

Der Arbeitskreis Ausland für Kulturelle Aufgaben (AKA) hilft Unternehmen, kulturelle Förderprojekte im Ausland mit Deutschlandbezug professionell zu konzipieren und umzusetzen. Zudem leitet er Spenden ins Ausland weiter. Über die Förderung von Künstlern und die Beratung der Mitgliedsunternehmen hinaus vertritt der Kulturkreis die kulturpolitischen Interessen seiner Mitglieder im Hinblick auf die Rahmenbedingungen unternehmerischer Kulturförderung und macht sich für eine bessere Anerkennungskultur gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen in Deutschland stark. So vergibt er jährlich mit seinen Partnern, Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt, den Deutschen Kulturförderpreis für vorbildliche Kulturförderung von Unternehmen.

Nähere Informationen auch zur Mitgliedschaft unter: www.kulturkreis.eu


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